Westteil des Kätcheslachparks fertig gestellt

Mit einem großen Sommerfest feierte der Stadtteil am vergangenen Samstag die Eröffnung des westlichen Teils des Kätcheslachparks. Mit der Fertigstellung dieses Teilabschnitts steht nun der gesamte Park der Öffentlichkeit zur Verfügung. Die Parkanlage, die die Quartiere Altkönigblick und Mitte verbindet, wurde im Rahmen der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme Frankfurt-Riedberg von der HA Stadtentwicklungsgesellschaft im Auftrag der Stadt Frankfurt am Main errichtet.

Größter Park im Stadtteil

Der Kätcheslachpark ist mit 12,6 Hektar die größte Parkanlage in Frankfurt-Riedberg und Erholungsraum für die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils. Er ist Bestandteil einer umfassenden Grünflächenplanung für den neuen Stadtteil, über ein Drittel des Entwicklungsgebietes sind öffentliche Grünflächen und integrierte Landschaftsflächen. Parks und öffentliche Grünanlagen gliedern den Stadtteil und schaffen eine hohe Aufenthaltsqualität.Die Gestaltung der gesamten Parkanlage ist das Ergebnis eines europaweiten landschaftsplanerischen Realisierungswettbewerbes, den der Berliner Landschaftsarchitekt Jürgen Weidinger im Jahr 2002 für sich entscheiden konnte. Der östliche Teil konnte im September 2010 der Öffentlichkeit übergeben werden; der neue – westlich der Altenhöferallee gelegene Teil – wird jetzt eröffnet, Baubeginn für diesen Teil war im Juni 2015.

Wettbewerbsentwurf realisiert / Offenheit der Landschaft spürbar machen

Nach Aussage des Planers soll die Gestaltung des Parks die Offenheit der Landschaft spürbar machen. Der Park besteht aus drei Gestaltungsbereichen, die den Bezug zwischen Stadt und Landschaft herstellen. An stadträumlich und landschaftsräumlich herausgehobenen Stellen werden Orte mit hoher Aufenthaltsqualität angelegt. Im Westen liegt ein städtisch geprägter Bereich mit einer geradlinigen Gestaltung und künftig einem Stadtplatz. An den Westteil des Parks schließt sich Richtung Kalbach – jenseits der Altenhöferallee –  ein Übergangsbereich mit einem polygonalen Regenrückhaltebecken an. Die Nutzbarmachung der Böschung durch eine Treppenanlage stellt eine Auflockerung zum urbanen Bereich des Parks dar. Das „Durchqueren“ des Regenrückhaltebeckens über großformatige Trittsteine dient als besonderes landschaftsplanerisches Motiv. Die Verbindung zwischen dem nördlichen und südlichen Bereich wird außerdem durch eine Brücke hergestellt. Im Übergangsbereich befinden sich auch ein Spielplatz mit einer Seilbahn und eine terrassierte Fläche mit einem Baumhain. Ganz im Osten wurde ein Weiher mit vorgeschaltetem Absetzbecken und einer dichten naturnahen Bepflanzung angelegt, die sich in die landwirtschaftlich genutzte Umgebung einfügt. Eine Aussichtsplattform macht den Teich erlebbar. In diesem Bereich befinden sich auch Ausgleichsflächen, die extensiv gepflegt werden.

Naturnahe Regenwasserbewirtschaftung

Der Kätcheslachpark ist ein integraler Bestandteil der Regenwasserbewirtschaftung auf dem Riedberg und damit öffentliche Grünfläche und technische Infrastruktur in Einem. Parkgestaltung und Entwässerungsplanung wurden vorbildlich miteinander verzahnt. Ziel ist ein naturnaher Umgang mit dem Niederschlagswasser, der dazu führt, dass möglichst viel Regenwasser dem natürlichen Wasserkreislauf erhalten bleibt. Hierzu wird das Regenwasser über ein System von Mulden und Rückhaltebecken gedrosselt in den Kätcheslachweiher und den Kalbach bzw. in das Naturschutzgebiet Riedwiese geleitet. Eine maximale Einstauhöhe von 30 Zentimetern in den Rasenflächen der Rückhaltebecken soll nicht überschritten werden. Dieses Verfahren führt auch dazu, dass die Hochwasserproblematik in den sich anschließenden Gewässern entschärft wird. Zudem unterstützt dies die Kaltluftentstehung in diesem Bereich.

Kätcheslachmulde für Kaltluftentstehung

Die zeitweise mit Wasser gefüllten Mulden fördern die Kaltluftentstehung aufgrund der zusätzlichen Verdunstung. Sie unterstützen damit die Bedeutung der Kätcheslachmulde als Kaltluftentstehungsgebiet für den Riedberg und die angrenzenden Stadtteile. Bereits in frühen Planungsphasen wurde die Bedeutung für lokale Kaltluftströme berücksichtigt und die Flächen für den Park freigehalten. 

Spielplatz mit Beteiligung von Kinder und Jugendlichen

Mit dem neuen Park wird im Westteil auch eine neue 1.230 Quadratmeter große Spielfläche eröffnet, deren Planung mit Beteiligung von Kindern und Jugendlichen aus dem Stadtteil erarbeitet wurde. Bestandteile sind ein groß dimensioniertes „Piratenschiff“, eine „Pirateninsel“, ein Wasserspielplatz sowie ein 1.050 Quadratmeter großes Basketballspielfeld mit drei Körben.

Viele Bäume gepflanzt

Der städtisch geprägte Westteil des Kätcheslachparks ist durch seine einrahmenden beiden Baumalleen geprägt. Dieses strenge Motiv wird im mittleren Parkteil durch lockere Baumpflanzungen gemildert und geht im Osten am Weiher in eine landschaftstypische Bepflanzung über. Insgesamt wurden über 400 Spitz-Ahorne, Eschen, Hainbuchen, Weiden und Stiel-Eichen gepflanzt.

 

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