Neues Kita-Gebäude im Uni-Quartier

Das neue Kita-Gebäude für die bislang an der Altenhöferallee untergebrachte Kita Königsblick ist fertig und wurde bereits bezogen. Die neuen Räumlichkeiten am "Margarethenzehnten" bieten Platz für rund 90 Kinder, zwei Gruppen mit Kindern unter drei Jahren und drei Gruppen mit Kindern zwischen drei und sechs Jahren. Derzeit besuchen 63 Kinder die Einrichtung. Die Kita wurde nach einer rund eineinhalbjährigen Bauzeit bereits im September termingerecht fertig gestellt und an den Betreiber - den Sozialpädagogischen Verein zur familienergänzenden Erziehung - übergeben. Die Architektur trägt die Handschrift des Büros 1100: Architekten (Frankfurt am Main / New York). Das Gebäude erfüllt den Passivhausstandard und zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Architektur aus.

„Das Wachstum Frankfurts beruht nicht nur auf dem Zuzug von außen, sondern auch auf einem Geburtenüberschuss. Deshalb brauchen wir nicht nur zusätzlichen Wohnraum, sondern zwingend auch zusätzliche Kinderbetreuungsangebote“, sagt Planungsdezernent Mike Josef. „Diese Kita trägt dazu bei, das Angebot bedarfsgerecht und auch sehr ansprechend zu erweitern.“

Die neue Kita ist Bestandteil der sozialen Infrastrukturplanung für den Riedberg. „Mit der neuen Einrichtung sichern wir weiterhin ein bedarfsgerechtes Betreuungsangebot vor Ort“, sagt Friedhelm Flug, Geschäftsführer der HA SEG. „Die Kita ist die 10. Kita, die im Rahmen der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme errichtet wurde, eine weitere Kita im Quartier Westflügel wurde ebenfalls kürzlich fertig gestellt, zusätzlich befindet sich eine weitere Kindertagestätte am Westflügel in Planung.“

Sylvia Weber, Dezernentin für Integration und Bildung, dazu: „Ich freue mich über jede weitere Kindertageseinrichtung in unserer Stadt. So sichern wir den Zugang der Kinder zu unseren guten Frankfurter Bildungs- und Betreuungsangeboten. Das fördert die Chancengerechtigkeit für alle Kinder - unabhängig von ihrem sozialen Background - und gibt den Eltern die Möglichkeit, Familie und Beruf besser zu vereinbaren“.

Geschütze Hofsituation durch u-förmigen Baukörper

Das Büro 1100: Architekten aus Frankfurt entwarf für das rund 2.325 Quadratmeter große Grundstück einen u-förmigen, modern anmutenden Baukörper, der eine geschützte Hofsituation für die Kinder schafft und vor direkten Einblicken durch die Nachbarschaft sowie aus dem öffentlichen Straßenraum schützt. Die Kindertagesstätte wirkt als Skulptur im Grünen, das begrünte Dach unterstützt diesen Entwurfsansatz. Im nordwestlichen Bereich läuft das zweigeschossige Gebäude eingeschossig aus und schafft so eine gute Belichtung für den Innenhof. Hier entsteht auch ein überdachter Außenbereich mit bespielbaren Fassadenflächen. Das Gebäude wurde optimal zum Lichteinfall ausgerichtet, die Gruppen- und Aufenthaltsräume sind zum Innenhof ausgerichtet und ermöglichen den Blick zum Spielplatz und in den begrünten Innenhof. Die Innenhof-Fassade ist großflächig verglast und erzeugt eine helle, luftige Atmosphäre in den Innenräumen. Ein vorgelagerter, umlaufender Fluchtbalkon trägt zur Verschattung bei und schafft überdachte Außenflächen vor den Aufenthaltsräumen im Erdgeschoss.

Der Zugang zum Gebäude befindet sich im Norden des Grundstücks an der Straße „Zum Margarethenzehnten“. Hier befindet sich ein kleiner Vorplatz als Übergangszone zwischen öffentlichem Straßenraum und Eingangssituation. Im Eingangsbereich sorgt ein zweigeschossiges Atrium für Großzügigkeit und Orientierung in dem Gebäude. Mit einer freitragenden Treppe mit Sitzmöglichkeiten an der Hoffassade entsteht eine direkte Blickbeziehung in den Innenhof.

Die HA Stadtentwicklungsgesellschaft mbH (HA SEG) führte die Projektsteuerung im Auftrag der Stadt Frankfurt am Main durch. Das Stadtschulamt hat hierbei eine konstruktiv beratende Funktion eingenommen und seine Expertise in das Projekt einfließen lassen. 

 

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