Architekten für IGS ausgewählt

Neues Bildungsangebot für rund 650 Schülerinnen und Schüler

Die Auswahl eines Architekturbüros für die Planung der neuen Integrierten Gesamtschule in Frankfurt-Riedberg ist abgeschlossen. Der Gebäudekomplex soll im Quartier Schöne Aussicht entstehen und beinhaltet neben einem vierzügigen Schulgebäude eine 2-Feld-Sporthalle, Schul- und Pausenhöfe mit Spiel- und Bewegungsangeboten sowie ein regionales Bildungs- und Förderzentrum. 

An der europaweiten Ausschreibung hatten sich insgesamt 17 Büros beteiligt, ausgewählt wurden 5 Architekturbüros, die einen konkreten Planungsentwurf erarbeiten sollten. Das Büro h4a Gessert + Randecker Generalplaner GmbH aus Stuttgart ging als Sieger aus dem Vergabeverfahren hervor, das im Oktober durchgeführt wurde. Das Büro wird mit der weiteren Planung beauftragt. Die Jury setzte sich aus Vertretern des Stadtplanungsamtes und des Stadtschulamtes der Stadt Frankfurt am Main sowie der HA Stadtentwicklungsgesellschaft mbH zusammen. Vertreter des staatlichen Schulamtes und des Ortsbeirates Kalbach-Riedberg waren in beratender Funktion anwesend. 

Die Architekten überzeugten mit ihrem Entwurf durch eine gelungene städtebauliche Einbindung. Räumliche Kanten im Süden und Osten des Grundstückes werden aufgenommen. Entlang der südlich gelegenen Gräfin-Dönhoff-Straße ist ein Gebäudeteil mit Klassen- und Fachräumen als hochbauliche Fassung zur umgebenden Bebauung angeordnet. Eine Aula befindet sich am westlichen Abschluss des Grundstücks, Mensa und Sporthalle am östlichen. Die einzelnen Gebäudeelemente nehmen die Orientierung der umgebenden Bebauung auf. Die Aula ist so geplant, dass sie auch außerhalb der Unterrichtszeiten für öffentliche Veranstaltungen genutzt werden kann. Die Jury lobte darüber hinaus die Funktionalität der Grundrisse und die Umsetzung des pädagogischen Konzeptes in der Architektur. Barrierefreiheit in allen Bereichen ist gegeben. Das Gebäude soll als Passivhaus zertifiziert werden. 

Der neue Gebäudekomplex soll auf dem rund 14.000 Quadratmeter großen, annähernd rechteckigen Grundstück an der Gräfin-Dönhoff-Straße realisiert werden. Teile des Grundstücks werden derzeit von der Neuen Gymnasialen Oberstufe (NGO) als Außenstelle der Max-Beckmann-Schule genutzt. Die Umsetzung des Bauvorhabens erfolgt somit in zwei Stufen: Nach aktueller Planung kann in einem ersten Abschnitt mit dem Bau des Schulgebäudes mit Klassenzimmern und Fachräumen begonnen werden. Entsprechend der prämierten Planung kann auch die Sporthalle bereits in diesem ersten Bauabschnitt hergestellt werden. Erst nach dem Umzug der NGO in einen Neubau im Gallus - voraussichtlich im Jahr 2020 – kann mit der Ausführung des zweiten Bauabschnitts mit Aula, Beratungszentrum und weiteren Freiflächen begonnen werden.

 Die neue Schule ist Teil der sozialen Infrastrukturplanung für den Riedberg. „Mit dieser Planung schaffen wir die Voraussetzungen für den weiteren Schulausbau am Riedberg“, sagt Friedhelm Flug, Geschäftsführer der HA SEG. „Die neue Integrierte Gesamtschule wird das Schulangebot vor Ort weiter bereichern und ein differenziertes Bildungsangebot schaffen.“ Auftraggeber ist die Stadt Frankfurt am Main, die Projektsteuerung übernimmt die HA Stadtentwicklungsgesellschaft mbH. „Ich freue mich über den ersten Neubau in Frankfurt, in dem die Belange inklusiver Beschulung von Anfang an berücksichtigt werden“, weist Stadträtin Frau Sylvia Weber auf die Besonderheit des Standortes als inklusiv arbeitende Integrierte Gesamtschule hin.

 Die neue Integrierte Gesamtschule soll bereits im Sommer 2017 in einem Provisorium an der Graf-von-Stauffenberg-Allee den Betrieb aufnehmen, das Gebäude befindet sich derzeit im Bau.

 

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