Richtfest für die "Riedbergwelle"

Die Nassauische Heimstätte feierte am 3. November Richtfest für ihr Projekt Riedbergwelle im Quartier Westflügel. Das Unternehmen errichtet 160 überwiegend geförderte Mietwohnungen an der Graf-von-Stauffenberg-Allee. Zum Festakt waren u.a. Wohnungsbauministerin Priska Hinz, OB Peter Feldmann, Planungsdezernent und Bürgermeister Olaf Cunitz sowie NH-Geschäftsführer Dr. Thomas Hain erschienen.
 
61 Wohnungen werden in der direkten Belegung (erster Förderweg) zukünftig eine Kaltmiete von 5,50 Euro/qm kosten. 52 Wohnungen bietet das Wohnungsunternehmen gemäß dem Frankfurter Programm für familien- und seniorengerechten Mietwohnungsbau („Mittelstandsprogramm“) für einen Mietpreis von 7,77 Euro/qm an. Ergänzt wird das Angebot durch 23 Wohnungen in der mittelbaren Belegung für 10,50 Euro/qm. 24 Wohnungen werden frei finanziert und sollen 11 Euro/qm Miete kosten. Die Wohnungsgrößen variieren zwischen 55 und 113 qm und bieten Wohnraum für Zwei- bis Fünf-Personen-Haushalte. Die gesamte Wohnfläche beträgt 12.500 qm.

Das städtebauliche Konzept des renommierten Frankfurter Büros Stefan Forster Architekten nimmt die geschwungene Form der Graf-von-Stauffenberg-Allee in einem geschlossenen Gebäuderiegel auf. Dahinter sind vier Solitäre angeordnet. Zwischen den Gebäuden entsteht für die künftigen Bewohner ein grünes Areal mit kleinen Hügeln und Spielflächen. Alle Mietwohnungen sind barrierefrei erreichbar. Das Projekt mit Gesamtkosten von rund 44 Millionen Euro wird in Passivhausstandard errichtet.

Bezahlbarer Wohnkomfort für Familien

 „Das Projekt Riedbergwelle der Nassauischen Heimstätte in Frankfurt ist eine vorbildliche Mischung aus sozialem Wohnungsbau für Bezieher geringer Einkommen, frei finanziertem Wohnungsbau für Haushalte mit mittlerem Einkommen und Klimaschutz durch Passivhausbauweise,“ sagte die hessische Wohnungsbauministerin Priska Hinz beim Richtfest. Hinz wies daraufhin, dass das Land Hessen das Projekt mit 9,7 Millionen Euro gefördert habe.

Oberbürgermeister Peter Feldmann nannte den Wohnungsneubau „weiter die größte Herausforderung der kommenden Jahre in Frankfurt“. Die Riedbergwelle bedeute auch einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung des Stadtteils Riedberg und der Stadt. Besonders wichtig für den Frankfurter Wohnungsmarkt sei, dass mit dem Neubau der Nassauischen Heimstätte preiswerter Wohnraum entstehe.

Olaf Cunitz, Bürgermeister und Planungsdezernent der Stadt Frankfurt, verwies auf die verschiedenen Wohnungsbauförderprogramme der Stadt. Diese hätten sowohl den klassischen sozialen Wohnungsbau im Blick als auch – über die so genannte Mittelstandsförderung – Wohnraum für die Menschen, deren Einkommen nicht deutlich darüber liege. Gegenwärtig stelle die Stadt jährlich 45 Millionen Euro für Förderprogramme zur Verfügung. Insbesondere Familien oder Alleinerziehende mit Kindern seien die Zielgruppe. Die Nassauische Heimstätte sei mit ihrer Riedbergwelle der ideale Partner im Rahmen der städtischen Förderprogramme. „Ihr gelingt es, solchen Wohnraum in zeitgemäßen Standards sowie in architektonisch ansprechender Qualität zu errichten“, sagte Olaf Cunitz.   

Für den Klimaschutz

„Wir zeigen bei der Riedbergwelle, dass man geförderten Wohnungsbau mit hoher architektonischer und stadtplanerischer Qualität verwirklichen kann“, versicherte Dr. Thomas Hain, leitender Geschäftsführer der Nassauischen Heimstätte/Wohnstadt. „Die zukünftigen Mieter genießen einen außergewöhnlichen Wohnkomfort. Hier wird auch deutlich, dass sich der soziale Wohnungsbau bei uns qualitativ enorm weiterentwickelt hat.“ Die Nassauische Heimstätte werde mit der Ried-bergwelle ihrem Auftrag gerecht, bezahlbaren Wohnraum für breite Schichten der Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. Mit dem gerade fertiggestellten Mehrfamilienhaus EnergieHaus PLUS in unmittelbarer Nachbarschaft der Riedbergwelle, das mehr Energie erzeugt als es verbraucht, verfolge die Nassauische Heimstätte zudem innovative Wege zugunsten des Klimaschutzes, sagte Dr. Hain.

Hohe architektonische Qualität

Das städtebauliche Konzept von Stefan Forster Architekten sieht im Westen und im Norden des Grundstücks einen geschlossenen Gebäuderiegel („Welle“) mit neun Wohnhäusern entlang der Graf-von-Stauffenberg-Allee vor. Im Osten stehen vier freistehende Häuser. Die „Welle“ und der nördlichste Solitär haben vier Geschosse plus Staffelgeschoss, die übrigen Solitäre jeweils drei plus Staffelgeschoss. Die „Welle“ nimmt den geschwungenen Verlauf der Graf-von-Stauffenberg-Allee auf und wird im Norden um die Ecke in die Ella-Bergmann-Michel-Straße geführt. Die privaten Wege zu den Hauseingängen sind jeweils an den Knickpunkten des Riegels angeordnet. Ein öffentlicher Fußweg verbindet die westliche Graf-von-Stauffenberg-Allee mit der östlichen Hans-Poelzig-Straße. Zwischen den vier freistehenden Häusern und der „Welle“ entsteht ein grünes Areal mit kleinen Hügeln und Spielflächen, das als gemeinschaftliche parkähnliche Freifläche für die Bewohner vorgesehen ist.

Begrünte Flachdächer

Mit einer Wärmedämmung von Fassade und Dach erreicht das Ensemble Passivhaus-Standard. Die Wohnungen verfügen über eine Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung. Die Grundversorgung von Heizung und Warmwasseraufbereitung leistet Fernwärme. Die Fassaden der Gebäude werden mit hellem Putz und farblich abgestimmtem Klinkerflächen gestaltet. Die Flachdächer sind begrünt. Alle Wohnungen sind mit Balkonen oder Terrassen bzw. Dachterrassen ausgestattet, in den freistehenden Häusern sind für die Erdgeschosswohnungen Mietergärten vorgesehen.

Von den Gesamtkosten des Bauvorhabens Riedbergwelle in Höhe von rund 44 Millionen Euro werden rund 30 Millionen Euro aus Fördermitteln des Landes, der Stadt Frankfurt und der KfW über zinsgünstige Darlehen bereitgestellt.

 

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